Zum Grillen brauchst du eigentlich nur zwei Dinge: eine Feuerstelle und eine Feuerplatte. Trotzdem gibt es ein paar Teile, die konkrete Probleme lösen – und einige, die du dir getrost sparen kannst. Hier ist der ehrliche Überblick.
Abstandshalter: auf der Feuerschale fast Pflicht
Legst du eine Feuerplatte direkt auf den Rand einer Feuerschale oder Feuertonne, sitzt sie wie ein Deckel. Die Luft kommt nicht mehr nach, das Feuer schwelt, der Rauch staut sich unter der Platte – und die Hitze kommt oben nie richtig an.
Abstandshalter lösen genau das. Die drei Halter aus Edelstahl hängst du gleichmäßig verteilt auf den Rand, etwa alle 120°, und legst die Platte darauf. Der Spalt bleibt offen, das Feuer bekommt Sauerstoff, der Rauch zieht ab. Weil sie nur einen umlaufenden Rand brauchen, passen sie unabhängig vom Durchmesser deiner Feuerstelle.
Nicht nötig sind sie auf dem Kugelgrill, wenn du die passende 57er oder 67er Platte nimmst: Sie liegt im Kessel auf der Rostauflage, die Luft kommt über die Lüftung unten. Und wichtig: Die Halter schaffen Abstand, sie sichern die Platte nicht gegen Verrutschen. Prüf vor dem Anfeuern immer, ob sie stabil aufliegt.
Einsatz für die Öffnung: klein, aber praktisch
Jede Flamara Feuerplatte hat in der Mitte eine Öffnung von 20 cm. Sie lässt Flamme und Rauch durch und sorgt für das Feueraroma. Der Nachteil: Genau dort ist die Platte am heißesten, und genau dort rutscht beim Wenden schon mal ein Würstchen ins Feuer. Ein Einsatz schließt die Lücke, ohne den Zug zu ersticken. Es gibt zwei Varianten:
- Der Feuerplatteneinsatz 20 cm macht aus der Öffnung eine zusätzliche, besonders heiße Fläche zum scharfen Anbraten.
- Der Grilleinsatz Stier aus 3 mm Edelstahl hat ein ausgeschnittenes Motiv aus Stierkopf, Messer und Gabel. Durch die Ausschnitte steigt direkte Hitze auf – so bekommst du mitten auf der Platte Grillstreifen wie vom Rost.
Beide passen auf alle Flamara Feuerplatten, weil das Öffnungsmaß bei allen Größen gleich ist. Willst du Holz nachlegen, nimmst du den Einsatz mit der Grillzange kurz heraus.
Eine Plancha für die Platte?
Klingt doppelt, ist aber praktisch: Eine Plancha mit hohen Kanten kannst du auch auf die Feuerplatte stellen. Darin bleibt zusammen, was auf der offenen Fläche auseinanderlaufen würde – Spiegeleier, Garnelen in Knoblauchöl oder Gemüse mit Marinade. Kein Muss, aber ein schönes Extra.
Was du sowieso brauchst
Diese Dinge haben die meisten schon zu Hause – ohne sie geht es nicht:
- Spachtel oder Schaber zum Wenden und zum Abziehen der Reste nach dem Grillen
- Hitzebeständige Handschuhe – Platte und Rand werden sehr heiß
- Raffiniertes Öl mit hohem Rauchpunkt, etwa Raps- oder Sonnenblumenöl, zum Einbrennen und für den Ölfilm nach dem Grillen
- Küchentuch und lange Grillzange zum Ölen der heißen Platte
Was du dir sparen kannst
- Spülmittel und Spezialreiniger: Sie lösen die Patina, die deine Platte vor Rost schützt. Heiß abziehen und dünn ölen reicht.
- Drahtbürsten aus Stahl: Sie kratzen die Patina ab.
- Folie zum Einwickeln: Darunter sammelt sich Kondenswasser. Lagere die Platte lieber trocken und überdacht, notfalls unter einem Baumwolltuch.
Alles zur Pflege steht im Ratgeber Feuerplatte einbrennen und pflegen.
Dein Komplettset zusammenstellen
| Deine Feuerstelle | Feuerplatte | Dazu |
| Feuerschale oder Feuertonne, für 8 bis 12 Personen | Feuerplatte 80 cm | Abstandshalter und Einsatz |
| Feuerschale oder Feuertonne, für 15 bis 20 Personen | Feuerplatte 100 cm, 5 mm oder 6 mm | Abstandshalter und Einsatz |
| Kugelgrill 57 cm | Feuerplatte 57er | Einsatz |
| Kugelgrill 67 cm | Feuerplatte 67er | Einsatz |
Welche Größe auf deine Feuerstelle passt und wie viel sie tragen muss, erklärt der Ratgeber Welche Feuerplatte passt auf meine Feuerschale?
Fragen? Schreib uns über die Kontaktseite – am besten mit Maß und Foto deiner Feuerstelle.




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