Mit einer Plancha wird dein Gasgrill zur Grillplatte – für alles, was auf dem Rost durchfällt, zerbricht oder im Fettbrand verkohlt: Garnelen, Fischfilet, Zwiebeln, Pilze, Spiegeleier oder Burger-Patties mit richtiger Kruste. Damit das klappt, kommt es auf zwei Dinge an: die passende Größe und die richtige Hitze.
Schritt 1: Miss deinen Grill aus
Nimm ein Maßband und miss die Rostfläche deines Gasgrills: die Breite von links nach rechts und die Tiefe von vorne nach hinten. Dann überleg, wie du grillen willst.
- Plancha und Rost gleichzeitig: Die Plancha belegt einen Teil der Fläche, daneben bleibt Rost frei für Steaks und Würstchen. Für die meisten ist das der beste Weg.
- Nur Plancha: Die Platte darf größer sein, sollte aber nicht den kompletten Rost abdecken. Lass rundum ein paar Zentimeter Luft, damit die heiße Luft aufsteigen und abziehen kann und sich nicht unter der Platte staut.
Schritt 2: Wähle die Größe nach Portionen
| Plancha | Grillfläche | Portionen gleichzeitig | Gut für |
| 20 × 15 cm | 300 cm² | 1 bis 2 | Beilagen neben dem Rost, kleine Grills |
| 30 × 20 cm | 600 cm² | 2 bis 3 | der Allrounder, passt auf fast jeden Gasgrill |
| 40 × 20 cm | 800 cm² | 3 bis 4 | lange Stücke wie Fischfilet oder Spargel, der Rost daneben bleibt frei |
| 40 × 30 cm | 1.200 cm² | 4 bis 5 | die Familie, Hauptgang und Beilagen zusammen |
| 41,5 × 40 cm | 1.660 cm² | 6 bis 7 | große Runden, alles in einem Durchgang |
Als Faustregel: Bei einem Gasgrill mit zwei Brennern nimmst du die 30 × 20 cm oder die schmale 40 × 20 cm – dann bleibt ein Brenner für den Rost. Ab drei Brennern ist meist auch Platz für die 40 × 30 cm, ohne dass der ganze Rost belegt ist.
Schritt 3: Richtig aufheizen
Leg die Plancha auf den Rost, über den Brenner, den du dafür nutzen willst. Dann den Brenner auf volle Leistung, Deckel zu und rund zehn Minuten warten. Edelstahl braucht diese Zeit, bis die ganze Fläche durchgeheizt ist.
Ob sie bereit ist, zeigt ein Wassertropfen: Zischt er nur kurz und verdampft, ist die Platte noch zu kalt. Zieht er sich zu einer Kugel zusammen und tanzt über die Fläche, kannst du loslegen.
Schritt 4: Mit Zonen grillen
Der große Vorteil am Gasgrill: Du regelst die Hitze für jeden Brenner einzeln. Nutze das.
- Heiße Zone: Brenner unter der Plancha auf hoch – zum scharfen Anbraten von Garnelen, Steakstreifen oder Patties.
- Mittlere Zone: Brenner auf mittel oder die Plancha nur halb über den Brenner gelegt – für Gemüse, Fisch und Eier.
- Warmhaltezone: Fertiges an den Rand der Platte schieben, wo es kühler ist.
Beim Braten auf der Plancha bleibt der Deckel in der Regel offen – sie arbeitet wie eine Pfanne. Schließ ihn nur, wenn dickere Stücke wie Hähnchenbrust oder ein Burger mit Käse noch durchziehen sollen.
Die fünf häufigsten Fehler
- Zu früh aufgelegt. Eine zu kalte Platte ist der häufigste Grund, warum etwas anhängt.
- Zu viel auf einmal. Eine volle Platte verliert Temperatur – das Grillgut gart dann im eigenen Saft, statt zu braten. Lieber in zwei Runden.
- Zu früh gewendet. Fisch und Fleisch lösen sich von selbst, sobald die Kruste da ist. Wer vorher zieht, reißt sie ab.
- Zu viel Öl. Ein dünner Film reicht. Mehr Öl raucht nur und macht die Platte klebrig.
- Zuckrige Marinade auf höchster Stufe. Honig und Zucker verbrennen schnell. Mariniertes lieber in der mittleren Zone braten.
Nicht nur für den Gasgrill
Dieselbe Plancha funktioniert auch auf dem Holzkohlegrill und auf einer Feuerplatte. Auf Holzkohle stellst du die Zonen über die Glut ein: die Plancha direkt über die Kohlen für hohe Hitze, an den Rand für weniger.
Nach dem Grillen
Reste noch warm mit einem Spachtel lösen, die abgekühlte Plancha dann spülen – unsere Planchas aus 4 mm Edelstahl dürfen auch in die Spülmaschine. Einbrennen musst du sie nicht.
Alle Größen im Überblick: Planchas & Grillplatten. Wenn du nicht sicher bist, welche auf deinen Grill passt, schick uns die Maße deiner Rostfläche über die Kontaktseite.




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